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Das berühmte „Watergate Hotel“ ist wieder geöffnet

Posted on : 11-02-2017 | By : Felix | In : Hotel

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Man sitzt auf der Dachterrasse, dem „Top of the Gate“, vor sich einen Prosecco (10 Dollar) oder einen Chardonnay (16 Dollar) oder ein Fat-Tire-Bier (9 Dollar), und schaut herum. Auf den hier träge fließenden, aber mächtigen Potomac, auf Key Bridge und Theodore Roosevelt Bridge, auf den alles überragenden Obelisken zum Gedenken an George Washington, den ersten Präsidenten und den Namensgeber dieser Stadt.

Aber es ist ja nicht nur der Blick. Es ist auch die Geschichte einer Staatsaffäre, die dieses Hotel so besonders macht. Denn das „Top of the Gate“ befindet sich auf dem „Watergate Hotel im gleichnamigen und legendären Komplex nahe der Waterfront von Washington D.C., gelegen zwischen den Bühnen des Kennedy Center und der Ausgehmeile von Georgetown.

Das mächtige Gebäude aus den frühen 60er-Jahren, mit kühnen Bögen und im halbkreisigen Rund entworfen vom Italiener Luigi Moretti, ist bis heute eine Augenweide. Und das Hotel mit dem bekanntesten Namen in der Hauptstadt des USA.

„Watergate Hotel“ nach Jahren wieder geöffnet

Eine ausgesprochen feine Adresse war das Haus bereits nach seiner Eröffnung 1967. Natürlich stiegen dort Washingtons Mächtige und ihre Gäste ab. Aber auch Stars wie Plácido Domingo oder Liz Taylor. „The Watergate“ war ein Begriff weit über die Stadtgrenzen hinaus, als es 1972 zu dem seither mit dem Namen verbundenen Skandal kam.

In dem auf der Rückseite des Hotels (damals wie heute) angesiedelten Bürokomplex hatten die Demokraten (nur damals) ihre Parteizentrale. Und als dort eines Nachts fünf Männer einbrachen und Telefone verwanzten, führte die von den „Washington Post“-Reportern Bob Woodward und Carl Bernstein aufgenommene Spur letztlich in die direkte Umgebung von Präsident Richard Nixon. Der Republikaner musste im August 1974 zurücktreten.

 

Das Hotel erlebte danach etliche Krisen, Pleiten und Besitzerwechsel. 2007 wurde es geschlossen. Vorübergehend war die Deutsche Postbank als Hypotheken-Geber der Eigentümer, weil sich bei einer Auktion 2009 trotz eines niedrig angesetzten Mindestgebots kein Käufer fand.

Kurz darauf wurde es vom Hotel-Entwickler Euro Capital Properties für 45 Millionen Dollar gekauft, mit weiteren 150 Millionen Dollar renoviert und in diesem Juni pompös wiedereröffnet. Der Israeli Ron Arad, Schüler des einstigen Chef-Architekten Luigi Moretti, hat Foyer und Inneneinrichtung im 60er-Jahre-Stil überarbeitet und dabei den historischen Odem konserviert.

Wählen Sie das Datum des legendären Einbruchs

Mit seinem Restaurant, einer Whiskey-Bar (75 Sorten zur Auswahl), der erwähnten Dachterrasse und 365 Zimmern (ab 300 Dollar) will „The Watergate Hotel“ wieder in die Spitzenklasse der Hauptstadt aufsteigen. Eigentlich war das lediglich an den Bürokomplex angrenzende „Watergate Hotel“ von der Affäre nicht direkt betroffen.

Aber wann gibt es schon mal einen Skandal, der zu ganz neuen Namenskreationen führt? WikiLeaks produzierte später „Cablegate“, das Büro des Gouverneurs von New Jersey einen „Bridge-Gate“ und es gab während eines Super Bowls ein „Nipple-Gate“, mit Janet Jackson und Justin Timberlake als Hauptdarstellern.

Diese popkulturelle Verewigung eines Einbruchs nutzt die PR-Abteilung des Hotels natürlich fröhlich aus. Da bekommt man eine Schlüsselkarte mit der Aufschrift „No need to break in“ (Sie müssen die Tür nicht aufbrechen). Und auf den Bleistiften, die im Zimmer auf dem Notizblöckchen zur Selbstbedienung liegen, heißt es mit dem Mut zur Dramatisierung: „I stole this from the Watergate Hotel.“

Ach ja, und wer die Telefonnummer der Prachtabsteige vergessen haben sollte, muss nach der gebührenfreien 844-Vorwahl nur das Datum des wichtigsten Einbruchs in der amerikanischen Geschichte wählen: 6-17-1972.

Originalbeitrag:

https://www.welt.de/reise/staedtereisen/article161070111/

Basteln mit Moosgummi

Posted on : 04-03-2016 | By : Felix | In : Kinder

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Basteln mit Moosgummi fördert die Kreativität, regt die Fantasie an und ist kinderleicht
Moosgummi gehört bereits seit vielen Jahren mit zu den beliebtesten Bastelmaterialien. Der aus synthetischem Kautschuk hergestellte elastische Schaumstoff wird im Hobbybereich in Form von Platten oder Formteilen angeboten. Das softe, nicht färbende Material liegt den kleinen Bastelkünstlern gut in der Hand. Schon Bastelanfänger können es mühelos schneiden. Kinder mögen besonders die glatte, moosweiche Oberfläche ohne scharfe Kanten.

Das langlebige Bastelmaterial ist preiswert zu erwerben und sehr verarbeitungsfreudig, sodass bereits kleine Kinder schnell Erfolgserlebnisse sehen. So lassen sich mit den feinporösen, ultraleichten Schaumstoffblättern beispielsweise Figuren, Tiere, Stempel, Türschilder, Fensterbilder, Schultüten oder Schmuck basteln und anschließend individuell gestalten. Moosgummi harmonisiert mit vielen Basteltechniken und Materialien. Dadurch können auch ältere, bastelerfahrene Kinder immer neue Bastelideen umsetzen. Der Kreativität und Fantasie sind hierbei keine Grenzen gesetzt.

 

Moosgummi bereitet Kindern ab etwa zwei Jahren ultimativen Bastelspaß. Ganz nebenbei werden Feinmotorik und Konzentration trainiert. Oftmals finden sogar die Eltern beim gemeinsamen Basteln zur Ruhe.

Der Handel bietet Moosgummi in unterschiedlichen Formen an. Dazu gehören Moosgummiplatten in verschiedenen Stärken, Größen, Farben und Motiven sowie unterschiedlichste Stanzteile, beispielsweise Herzen, Blumen, Gesichter, Zahlen oder Buchstaben. Zur Angebotsvielfalt gehören zudem selbstklebende Moosgummi-Sticker und Schaumstoff-Blätter sowie praktische Sets mit reichhaltigem Zubehör.

Arbeitsunterlage
Um die Arbeitsfläche vor Klebeflüssigkeit zu bewahren, eignen sich beispielsweise Wachstuchtischdecken. Zum Schutz vor Schnitten und Kratzern bietet der Handel spezielle Schneidematten an. Alternativ schützt auch ein stabiler Karton.

Schneidewerkzeuge
Zum Schneiden benötigen die jungen Hobbybastler eine kleine handliche (Bastel-) Schere. Altersabhängig können Rundungen mit einer Nagelschere und gerade Linien mit einem Cutter, Skalpell oder Rollschneider geschnitten werden. Spezielle Motivlocher stanzen mühelos verschiedene Formen in das Bastelmaterial.

Transparent- oder Butterbrotpapier
Mithilfe dieser beiden Hilfsmittel lassen sich die Konturen des Wunschmotivs besonders leicht von der Vorlage auf das Moosgummi übertragen.

Weicher Bleistift oder Bügelmusterstift,

Prägestift,

Fineliner (wasserfest),

Klebstoff
Zum Zusammenfügen einzelner Moosgummiteile eignet sich Flüssigkleber. Lösungsmittelfreie Produkte kleben, ohne störende Fäden zu bilden. Alternativ bietet der Handel auch spezielle Moosgummikleber an.

Büroklammer, Klebestreifen.

 

Basteln mit Moosgummi – Anleitung

  • Übertragung
    Zuerst wird ein Stück Transparentpapier auf das gewünschte Motiv gelegt. Klebestreifen verhindern, dass das Papier verrutscht. Nun müssen alle Motivteile mit dem Bügelmusterstift/Bleistift nachgezeichnet werden, sodass sie auf dem transparenten Papier zu sehen sind.Nun wird das Transparentpapier seitenverkehrt auf das Moosgummi gelegt. Zur Fixierung dienen Büroklammern. Nun können die Umrisse mit dem Prägestift nachgezogen werden. Wichtig ist, dass hierbei etwas Druck ausgeübt wird, damit die Linien anschließend besser erkennbar sind.Die Konturen des aufgeprägten Motives werden zum Schluss noch mit dem Fineliner nachgezogen.
  • Ausschneiden
    Jetzt erfolgt das möglichst exakte Ausschneiden der nachgezogenen Linien mit den genannten Schneidewerkzeugen.
  • Zusammenfügen
    Bei mehrteiligen Motiven müssen die ausgeschnittenen Teile noch mithilfe des Klebers zusammengefügt werden.

Tipp

Um eine saubere Schnittkante zu erhalten, sollte das Schneidewerkzeug möglichst scharf sein und die Moosgummiplatte während des Schnitts immer mitgedreht werden. Zudem empfiehlt es sich, die Schere so wenig wie möglich abzusetzen.

 

Link zur Homepage:

http://www.vorname.com/ratgeber/basteln/

Trauerbegleitung:

Posted on : 16-12-2014 | By : Felix | In : Heim und Familie

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Als Marens Lebensgefährte mit 36 Jahren an Krebs stirbt, ist ihre Freundin Karla erfüllt von Trauer und Mitleid. Aber auch von Angst. Wie soll sie Maren begegnen? Wie soll sie sich verhalten? Wie vermeidet sie es, etwas Falsches zu sagen? Geht sie Maren auf die Nerven, wenn sie vorbeischaut? Lässt sie sie allein, wenn sie nicht vorbeischaut? Klingen Beileidsbekundungen nicht immer wie leere Floskeln? Wie kann sie ihr helfen in der schweren Zeit?

Wenn der Tod nicht zum Leben gehört

Die meisten Menschen sind mit der Trauer eines anderen überfordert, fühlen sich hilflos und unfähig. Vor allem dann, wenn sie bisher selbst wenig Erfahrung mit dem Tod gemacht haben. Dies ist hierzulande nicht außergewöhnlich: Aufgrund des medizinischen Fortschritts werden viele Menschen erst spät mit dem Tod konfrontiert. In anderen, ärmeren Ländern gehört er zum Leben, zum Alltag. „Bei uns aber gibt es keinen allgemeinen Erfahrungsschatz mehr, was Trauer angeht“, sagte Doris Dörrie einmal in der BRIGITTE. Die Regisseurin hat 1996 ihren Mann Helge Weindler verloren. „Nur wenige Menschen bei uns wissen, wie sich Trauer anfühlt.“ Um so radikaler zeigt ein Todesfall die eigene Endlichkeit auf und schürt die Angst vor dem Verlust eines geliebten Menschen.

Es gibt keinen Trost, es gibt nur Beistand

Wer mit Trauer konfrontiert wird, sollte wissen: Es gibt keinen Trost, es gibt nur Beistand. Das Wichtigste, was man für einen trauernden Menschen tun kann, ist da zu sein. „Nähe zeigen, ab und zu anklopfen, immer wieder kleine Einladungen platzieren“, empfiehlt der freie Theologe Jochen Jülicher, der in der Trauerbegleitung aktiv ist. Das Angebot, „Du kannst mich jederzeit anrufen“ nützt gar nichts. Dieser Satz macht den Trauernden zum Bittsteller – in einer Situation, in dem es ihm nicht möglich ist, auf andere Menschen zuzugehen. Viel besser ist die konkrete Ankündigung: „Ich ruf dich morgen wieder an!“ oder „Ich komme Mittwoch wieder vorbei“. Doris Dörrie bestätigt diese Erfahrung: „Der Trauernde kann nicht anrufen, wenn er etwas braucht. Nein, man muss immer wieder selbst anrufen, auch hinnehmen, dass der Trauernde sagt: ‚Ich kann jetzt nicht telefonieren‘, und dann trotzdem wieder anrufen.“

Es kann auch helfen, konkrete Unterstützung anzubieten: Kann ich dir die Kinder abnehmen? Dir beim Einkaufen helfen? Sollen wir gemeinsam den Grabstein aussuchen? Wen laden wir zur Beerdigung ein?

Das Wichtigste: Da sein, nah sein

Präsent zu sein ist die wichtigste Aufgabe in der Trauerbegleitung. Dabei spielt es keine Rolle, wenn einem die Worte fehlen. „Jedes verrenkte Wort ist besser als gar keins. Und jede einfache Anwesenheit ist besser als keine Anwesenheit“, betont Dörrie.

Eigentlich ist es nicht viel, was man tun muss: Dem anderen offen gegenüber treten, aufmerksam sein, zuhören und ehrlich sein. In der Regel sind spontane Reaktionen richtig, denn sie kommen von innen. Je nachdem, wie das Verhältnis zum Trauernden ist, können auch nonverbale Reaktionen helfen – den anderen in den Arm zu nehmen und zu drücken beispielsweise. Und keine Angst vor Tränen zu haben. Das hilft viel mehr als zu sagen: „Es war doch eine Erlösung“, oder wenn ein Kind gestorben ist: „Du hast doch noch die anderen“, oder „Das Leben geht weiter“.

BRIGITTE-Redakteurin Beatrix Gerstberger war im sechsten Monat schwanger, als ihr Mann Gabriel Grüner auf einer Recherchereise im Kosovo erschossen wurde. „‚Die Zeit heilt alle Wunden‘, ‚Es wird schon wieder eine große Liebe geben‘ – solche Sätze habe ich als furchtbar empfunden“, sagt sie. Einem Menschen, der trauert, sollte man auch nicht unbedingt die eigenen Erfahrungen überstülpen, etwa die mit dem Tod der eigenen Mutter. Das wertet das Leid des anderen ab und bedeutet für viele Trauernde: „Ich erkenne nicht an, wie du trauerst“.

Man kann nicht viel falsch machen

Die Angst vor der Begegnung mit dem Trauernden ist unbegründet: Wer sich nicht grob unsensibel verhält und dem Trauernden nicht aus dem Weg geht, kann eigentlich nichts falsch machen. Und: Auch etwas „falsch“ zu machen, kann helfen, betont der Sozial- und Familienpsychologie Prof. Dr. Hans Goldbrunner. Wer einen Trauernden beispielsweise über einen längeren Zeitraum bemuttert, kann damit Unmut provozieren und erreichen, dass derjenige sich wehrt. Die Wut kann ihn aus seiner Apathie befreien. Für den Trauerprozess kann konfrontatives Verhalten wichtig sein.

Das Schlimmste ist, dem Betroffenen auszuweichen – sich im Supermarkt hinter dem Regal zu verstecken, um eine Begegnung zu vermeiden. „Das spüren die Leute. Trauernde nehmen die Dinge intensiver wahr,“ erklärt Jülicher. Viele Menschen sprechen tatsächlich von einer Überschärfung der Sinne im Leid. Besser, als den Trauernden zu meiden, ist es, die eigene Hilflosigkeit einzugestehen: „Ich weiß nicht, was ich sagen soll“.

Beistand am Todestag

Was kann man an besonderen Tagen tun, am Todestag, am Geburtstag des Verstorbenen, am Hochzeitstag, oder auch am Wochenende, das Hinterbliebene oft als besondere Belastung empfinden? An solchen Tagen ist es schön, sich zu melden, um zu zeigen: „Ich denke an dich“. Noch besser ist es, schon vorher anzurufen und sich zu erkundigen, was der Trauernde an dem Tag vorhat, rät Jülicher. Am Todestag kann man beispielsweise anbieten, mit ans Grab zu gehen. Besonders an kritischen Tagen ist das die größte Hilfe: Nahe sein, präsent sein.

Wenn Zeit vergangen ist

Sind mehrere Monate seit dem Tod eines Menschen verstrichen, ist die Umwelt oft erleichtert, wenn man wieder zur Tagesordnung übergehen kann. Manche fürchten auch, den Trauernden an den Verlust zu erinnern, wenn er gerade nicht daran denkt oder sogar darüber hinweg ist. Doch Psychotherapeutin Dr. Doris Wolf beruhigt: Man kann keine Trauer auslösen, indem man von ihr spricht. Im Gegenteil: Man sollte den Verlust immer wieder dezent und einladend ansprechen und genau hinhören, wie der andere reagiert. Man kann ganz simpel fragen, „Wie geht es dir eigentlich damit?“ Viele Trauernde haben sonst das schreckliche Gefühl, dass der Tote totgeschwiegen wird.

Bei den meisten dauert die akute Trauerphase etwa zwei Jahre. Aber jeder trauert anders. Deshalb sollte in jedem Fall gelten: Der Trauernde gibt das Tempo an. Vermeiden sollte man Behauptungen wie ‚Du hast jetzt aber genug getrauert‘ oder ‚Du hast noch nicht genug getrauert‘.

Man sollte auch an sich denken

Jeder Begleitende sollte darauf achten, was er selbst verkraften kann. Niemand kann immer mitfühlend sein, so Goldbrunner. Man sollte sich fragen: Bin ich die einzige Bezugsperson? Gibt es vielleicht jemand anderen, mit dem der Trauernde reden kann? Und man sollte nicht eifersüchtig sein, wenn der Neffe lieber mit der Lehrerin über den Verlust der Eltern spricht als mit der Tante.

In schwierigen Zeiten gerät fast jeder Mensch an seine Grenzen. Sich und anderen das einzugestehen, ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Ehrlichkeit. „Viel besser als sich gar nicht zu melden, ist zu sagen, ‚Ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll‘,“ sagt Beatrix Gerstberger. „Als verletzend habe ich nur empfunden, dass sich einige Leute nach dem Tod meines Mannes nicht mehr bei mir gemeldet haben.“ Niemand erwartet, dass man ihn von seiner Trauer befreit. Nur, dass man ihn in seinem Leid nicht ignoriert.

 

,Erstmals erschienen auf:

http://www.brigitte.de/liebe/persoenlichkeit

Trauerbegleitung:

Posted on : 16-12-2014 | By : Felix | In : Heim und Familie

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Als Marens Lebensgefährte mit 36 Jahren an Krebs stirbt, ist ihre Freundin Karla erfüllt von Trauer und Mitleid. Aber auch von Angst. Wie soll sie Maren begegnen? Wie soll sie sich verhalten? Wie vermeidet sie es, etwas Falsches zu sagen? Geht sie Maren auf die Nerven, wenn sie vorbeischaut? Lässt sie sie allein, wenn sie nicht vorbeischaut? Klingen Beileidsbekundungen nicht immer wie leere Floskeln? Wie kann sie ihr helfen in der schweren Zeit?

Wenn der Tod nicht zum Leben gehört

Die meisten Menschen sind mit der Trauer eines anderen überfordert, fühlen sich hilflos und unfähig. Vor allem dann, wenn sie bisher selbst wenig Erfahrung mit dem Tod gemacht haben. Dies ist hierzulande nicht außergewöhnlich: Aufgrund des medizinischen Fortschritts werden viele Menschen erst spät mit dem Tod konfrontiert. In anderen, ärmeren Ländern gehört er zum Leben, zum Alltag. „Bei uns aber gibt es keinen allgemeinen Erfahrungsschatz mehr, was Trauer angeht“, sagte Doris Dörrie einmal in der BRIGITTE. Die Regisseurin hat 1996 ihren Mann Helge Weindler verloren. „Nur wenige Menschen bei uns wissen, wie sich Trauer anfühlt.“ Um so radikaler zeigt ein Todesfall die eigene Endlichkeit auf und schürt die Angst vor dem Verlust eines geliebten Menschen.

Es gibt keinen Trost, es gibt nur Beistand

Wer mit Trauer konfrontiert wird, sollte wissen: Es gibt keinen Trost, es gibt nur Beistand. Das Wichtigste, was man für einen trauernden Menschen tun kann, ist da zu sein. „Nähe zeigen, ab und zu anklopfen, immer wieder kleine Einladungen platzieren“, empfiehlt der freie Theologe Jochen Jülicher, der in der Trauerbegleitung aktiv ist. Das Angebot, „Du kannst mich jederzeit anrufen“ nützt gar nichts. Dieser Satz macht den Trauernden zum Bittsteller – in einer Situation, in dem es ihm nicht möglich ist, auf andere Menschen zuzugehen. Viel besser ist die konkrete Ankündigung: „Ich ruf dich morgen wieder an!“ oder „Ich komme Mittwoch wieder vorbei“. Doris Dörrie bestätigt diese Erfahrung: „Der Trauernde kann nicht anrufen, wenn er etwas braucht. Nein, man muss immer wieder selbst anrufen, auch hinnehmen, dass der Trauernde sagt: ‚Ich kann jetzt nicht telefonieren‘, und dann trotzdem wieder anrufen.“

Es kann auch helfen, konkrete Unterstützung anzubieten: Kann ich dir die Kinder abnehmen? Dir beim Einkaufen helfen? Sollen wir gemeinsam den Grabstein aussuchen? Wen laden wir zur Beerdigung ein?

Das Wichtigste: Da sein, nah sein

Präsent zu sein ist die wichtigste Aufgabe in der Trauerbegleitung. Dabei spielt es keine Rolle, wenn einem die Worte fehlen. „Jedes verrenkte Wort ist besser als gar keins. Und jede einfache Anwesenheit ist besser als keine Anwesenheit“, betont Dörrie.

Eigentlich ist es nicht viel, was man tun muss: Dem anderen offen gegenüber treten, aufmerksam sein, zuhören und ehrlich sein. In der Regel sind spontane Reaktionen richtig, denn sie kommen von innen. Je nachdem, wie das Verhältnis zum Trauernden ist, können auch nonverbale Reaktionen helfen – den anderen in den Arm zu nehmen und zu drücken beispielsweise. Und keine Angst vor Tränen zu haben. Das hilft viel mehr als zu sagen: „Es war doch eine Erlösung“, oder wenn ein Kind gestorben ist: „Du hast doch noch die anderen“, oder „Das Leben geht weiter“.

BRIGITTE-Redakteurin Beatrix Gerstberger war im sechsten Monat schwanger, als ihr Mann Gabriel Grüner auf einer Recherchereise im Kosovo erschossen wurde. „‚Die Zeit heilt alle Wunden‘, ‚Es wird schon wieder eine große Liebe geben‘ – solche Sätze habe ich als furchtbar empfunden“, sagt sie. Einem Menschen, der trauert, sollte man auch nicht unbedingt die eigenen Erfahrungen überstülpen, etwa die mit dem Tod der eigenen Mutter. Das wertet das Leid des anderen ab und bedeutet für viele Trauernde: „Ich erkenne nicht an, wie du trauerst“.

Man kann nicht viel falsch machen

Die Angst vor der Begegnung mit dem Trauernden ist unbegründet: Wer sich nicht grob unsensibel verhält und dem Trauernden nicht aus dem Weg geht, kann eigentlich nichts falsch machen. Und: Auch etwas „falsch“ zu machen, kann helfen, betont der Sozial- und Familienpsychologie Prof. Dr. Hans Goldbrunner. Wer einen Trauernden beispielsweise über einen längeren Zeitraum bemuttert, kann damit Unmut provozieren und erreichen, dass derjenige sich wehrt. Die Wut kann ihn aus seiner Apathie befreien. Für den Trauerprozess kann konfrontatives Verhalten wichtig sein.

Das Schlimmste ist, dem Betroffenen auszuweichen – sich im Supermarkt hinter dem Regal zu verstecken, um eine Begegnung zu vermeiden. „Das spüren die Leute. Trauernde nehmen die Dinge intensiver wahr,“ erklärt Jülicher. Viele Menschen sprechen tatsächlich von einer Überschärfung der Sinne im Leid. Besser, als den Trauernden zu meiden, ist es, die eigene Hilflosigkeit einzugestehen: „Ich weiß nicht, was ich sagen soll“.

Beistand am Todestag

Was kann man an besonderen Tagen tun, am Todestag, am Geburtstag des Verstorbenen, am Hochzeitstag, oder auch am Wochenende, das Hinterbliebene oft als besondere Belastung empfinden? An solchen Tagen ist es schön, sich zu melden, um zu zeigen: „Ich denke an dich“. Noch besser ist es, schon vorher anzurufen und sich zu erkundigen, was der Trauernde an dem Tag vorhat, rät Jülicher. Am Todestag kann man beispielsweise anbieten, mit ans Grab zu gehen. Besonders an kritischen Tagen ist das die größte Hilfe: Nahe sein, präsent sein.

Wenn Zeit vergangen ist

Sind mehrere Monate seit dem Tod eines Menschen verstrichen, ist die Umwelt oft erleichtert, wenn man wieder zur Tagesordnung übergehen kann. Manche fürchten auch, den Trauernden an den Verlust zu erinnern, wenn er gerade nicht daran denkt oder sogar darüber hinweg ist. Doch Psychotherapeutin Dr. Doris Wolf beruhigt: Man kann keine Trauer auslösen, indem man von ihr spricht. Im Gegenteil: Man sollte den Verlust immer wieder dezent und einladend ansprechen und genau hinhören, wie der andere reagiert. Man kann ganz simpel fragen, „Wie geht es dir eigentlich damit?“ Viele Trauernde haben sonst das schreckliche Gefühl, dass der Tote totgeschwiegen wird.

Bei den meisten dauert die akute Trauerphase etwa zwei Jahre. Aber jeder trauert anders. Deshalb sollte in jedem Fall gelten: Der Trauernde gibt das Tempo an. Vermeiden sollte man Behauptungen wie ‚Du hast jetzt aber genug getrauert‘ oder ‚Du hast noch nicht genug getrauert‘.

Man sollte auch an sich denken

Jeder Begleitende sollte darauf achten, was er selbst verkraften kann. Niemand kann immer mitfühlend sein, so Goldbrunner. Man sollte sich fragen: Bin ich die einzige Bezugsperson? Gibt es vielleicht jemand anderen, mit dem der Trauernde reden kann? Und man sollte nicht eifersüchtig sein, wenn der Neffe lieber mit der Lehrerin über den Verlust der Eltern spricht als mit der Tante.

In schwierigen Zeiten gerät fast jeder Mensch an seine Grenzen. Sich und anderen das einzugestehen, ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Ehrlichkeit. „Viel besser als sich gar nicht zu melden, ist zu sagen, ‚Ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll‘,“ sagt Beatrix Gerstberger. „Als verletzend habe ich nur empfunden, dass sich einige Leute nach dem Tod meines Mannes nicht mehr bei mir gemeldet haben.“ Niemand erwartet, dass man ihn von seiner Trauer befreit. Nur, dass man ihn in seinem Leid nicht ignoriert.

 

,Erstmals erschienen auf:

http://www.brigitte.de/liebe/persoenlichkeit

Einige Reparaturen die sich leicht selbst durchführen lassen

Posted on : 17-04-2014 | By : Felix | In : Heimwerken

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In den eigenen vier Wänden bleibt es nicht aus, dass im Laufe der Zeit an der einen oder anderen Stelle Mängel entstehen, die behoben werden sollten, um Schlimmeres zu verhindern sowie um Haus oder Wohnung wieder in altem Glanz erstrahlen zu lassen.

Je nachdem, wie man seine eigenen Fähigkeiten als Heimwerker einschätzt, kann man dann entscheiden, die anstehenden Arbeiten in Eigenregie durchzuführen und damit jede Menge Geld zu sparen, wobei man sich in diesem Fall seiner Sache schon sehr sicher sein sollte, da andernfalls gerade bei komplizierteren Reparaturen, bei denen ein gewisses Fachwissen vorhanden sein sollte, schwerwiegendere Schäden entstehen können.

Dürfen Jugendliche ohne Eltern verreisen?

Posted on : 03-08-2013 | By : Felix | In : Reisen und Urlaub

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Nicht mehr lange bis zu den großen Ferien, und die Open air-Festival-Saison hat auch schon begonnen. So mancher Teenager plant jetzt eine Reise ohne Eltern. Die machen sich natürlich Sorgen – und schon ist man mitten in der Diskussion. Wie gehen Sie mit dem Thema um?

 

Darf ein Teenager überhaupt alleine verreisen?

Ob mit der Pfarrgemeinde, auf dem Zeltplatz, in der Jugendherberge oder auf Mallorca: Prinzipiell gibt es keine gesetzliche Regelung, die Jugendlichen unter 18 Jahren einen Urlaub ohne Eltern verbietet. Dennoch gibt es einige Punkte, die vorher geklärt werden sollten:

Hybridhaus: moderner Hausbau ohne Energiekosten

Posted on : 21-07-2013 | By : Felix | In : Energiesparen

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Hausbauern stehen mit dem Nullenergiehaus, Passivhaus oder Niedrigenergiehaus inzwischen eine ganze Reihe von energiesparenden Varianten zur Verfügung. Mit dem Hybridhaus gibt es eine weitere Variante: Durch die Kombination verschiedener Techniken sollen beim Hybridhaus keine Heizkosten entstehen.

Einen Hausbau umzusetzen verbraucht heutzutage nicht mehr die größten Ressourcen, stattdessen erzeugen die Abhängigkeit von den Energielieferanten für Strom, Heizung und Warmwasser die meisten Bedenken. Der Bau eines Effizienzhauses nimmt die Herausforderung, möglichst geringe Zusatzkosten entstehen zu lassen, an. Verschiedene Effizienzhaustypen wie das Nullenergiehaus, das Passivhaus, das Niedrigenergiehaus sowie das KFW-Effizienzhaus ermöglichen zwar den Bau eines Massivhauses mit sehr geringen Nebenkosten, jedoch können sie eine vollständige Reduktion der Ausgaben für Energie nicht gänzlich ausschließen. Der einzige Haustyp, der alle Nebenkosten und Abhängigkeiten von Dritten ausschließen kann, ist das Hybridhaus.

Blog: Reisefieber – Berlin: Liebe geht (auch) durch den Magen

Posted on : 11-05-2013 | By : Felix | In : Reisen und Urlaub

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Mein Mann Horst muss beruflich nach Berlin. Ob ich denn nachkommen möge und wir ein paar Tage anhängen, ist seine erste Frage, nach der Verlautbarung, dass er fliegen wird.

Wenn ich aber nachfahre, dann auf meine Art. Mit dem Nachtreisezug, das ist spannender! Somit geht es von Graz auf der Sparschiene nach Wien und nach einem kurzen Aufenthalt weiter nach Berlin (in einem eigenen Frauenschlafwagen). Dort angekommen, steuere ich die Touristinfo an – eine großartige Einrichtung am Berliner Hauptbahnhof! Der freundliche Mann in der Info gibt mir Infos über die Stadt, die genau meinen Geschmack treffen. Herz was willst du mehr?